Mit der städtebaulichen Gesamtkonzeption des Areals Volta Nord wird der südliche Bereich des industriell und gewerblich genutzten Areals Lysbüchel sukzessive zu einem Wohnquartier entwickelt. Die Struktur des gründerzeitlichen St. Johann-Quartiers diente als Ausgangslage der städtebaulichen Erweiterung. Die Wohngenossenschaft Hegenheimerstrasse beabsichtigt auf dem Baufeld 4.2 einen identitätsstiftenden Neubau mit rund 60 Wohnungen zu realisieren. Die grössere Kubatur, in der Blickachse der Lothringerstrasse gelegen, markiert den Eingang zum neuen Quartierabschnitt Volta Nord und führt gleichzeitig einen grösseren Massstab ein. Die Lage des Gebäudes an der neuralgischen Übergangsposition, am zukünftigen Lothringerplatz gelegen, verpflichtet zu einer verantwortungsvollen Gestaltung.
Als typologische Referenz des Gebäudes dient das Baumgartnerhaus. Ab Mitte der 20er-Jahre des letzten Jahrhunderts konzipiert, stellen die Häuser des Entwicklers «Baumgartner & Hindermann» ein wiederkehrendes Identifikationsmotiv im Quartier St. Johann dar. Wesentlich hierbei sind in klassischer Tektonik gegliederte Fassaden mit neobarocken Elementen. Diese charakteristische Fassadengestaltung, Proportionierung und Gliederung wird in zukunftsweisender Form interpretiert. So entsteht eine verwandte Erscheinung mit Sockelauszeichnung, gliedernden Gesimsen und einem Attikaabschluss an Stelle des typischen Mansardendaches. Der städtischen Vermittlerrolle begegnet das Projekt mit einer durchlässigen Erdgeschossfläche. Dank öffentlich zugänglicher Nutzungen wird der Austausch zwischen Bewohnenden und Quartier gefördert. Die offene, frei zugängliche Erschliessungsfigur ermöglicht Kontaktaufnahme und Austausch zwischen den Bewohnenden. Wohnungen unterschiedlicher Grössen werden etagenweise organisiert, um die Interaktion zwischen verschiedenen Wohnformen zu fördern. Strassenseitig wird die Fassade in weiss gestrichenem Lehmstein materialisiert. Strukturiert wird sie, an Stelle von Erkern, durch vertikal gefasste, auskragende Balkonplatten. Die Hofseite erhält, analog zu den historischen Reverenzen, eine tiefe Aussenraumschicht. Diese dient als Laubengangerschliessung und wird als Strassenraum des Gebäudes verstanden, in dem informelles Begegnen stattfindet. Fest installierte Sitzflächen laden zum Verweilen ein. Aus der Laubengangkonstruktion in Stahl entwickelt sich eine offene Dachpergola sowie ein Rankgerüst auf der Westseite. Dadurch kann die gesamte Hofseite über die Jahre ein grünes Kleid erhalten.
Aus dem Gestaltungsplan formulierte Nachhaltigkeitsziele werden durch eine emissionsarme Konstruktion mit dem Einsatz von natürlichen und rezyklierbaren Baustoffen gewährleistet. Auf einen massiven Untergeschosskasten wird ein Hybridbau errichtet. Die primären Baumaterialien hierfür sind Holz und Lehmstein. Nur dort, wo es insbesondere der Brandschutz erfordert, werden Beton und Stahl eingesetzt. Durch die Skelettbauweise in Holz entsteht eine weitgehende Flexibilität, um den Wohnungsspiegel, den sich verändernden Bedürfnissen, anzupassen. Mit zusätzlichen Schaltzimmern wird eine niederschwellige Anpassbarkeit der Grundrisse ermöglicht. Auch innerhalb der Wohnungen können durch das sogenannte Baumgartnerzimmer – ein mit verglasten Doppelflügeltüren abgetrennter Bereich – zusätzliche Nutzungsoptionen entstehen.
- Ort Basel, Schweiz
- Wettbewerb 2024, 1. Preis
- Auftraggeber Wohngenossenschaft Hegenheimerstrasse, Basel
- Architektur Buchner Bründler Architekten
- Generalplaner Perita AG, Zürich
- Bauingenieur Schnetzer Puskas Ingenieure AG
- Partner Daniel Buchner, Andreas Bründler
- Associate Projektierung und Realisierung Stefan Oehy
- Projektleitung Projektierung Stefan Herrmann (Vorprojekt), Julien Blanc (Bauprojekt)
- Mitarbeit Wettbewerb Olin Petzold, Dieter Beckert, Cristian Moscoso, Julia Staub
- Mitarbeit Projektierung Helene Stüben, Flurina Kleiber, Elina Kimbar, Lara Jacob































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